
Eine goldene Kerze in der Mitte? Als Rahmen dazu glänzende Mondsicheln? Und ganz außen: Goldregen aus dem Himmel – wie bei der Goldmarie? Wie ruhig er dasteht, der „Engel des Glanzes“, wie souverän! Als ob er mir etwas von diesem Frieden, dieser inneren Stärke abgeben wollte!
Nun habe ich in diesem Jahr schon zehn Engel-Bilder von Katrin Roscher gesehen und mich in sie hinein versetzt. Bei diesem frage ich mich: Warum strahlt ausgerechnet der Engel für den Monat November am meisten Ruhe und Glanz aus? Warum gestaltet die Künstlerin gerade jetzt einen Engel so, wie wir uns ihn landläufig vorstellen: ruhig, souverän, glänzend? - Nach längerem Meditieren dieses Bildes ist meine Antwort: Der November ist der graueste und tristeste Monate. Gerade in dieser Zeit brauche ich dringend einen Glanz von außen, ein Licht, das mir leuchtet. Denn in mir selbst sieht es alles andere als ›glänzend‹ aus.
Auf die Frage „Wie geht’s?“ antworten manche Menschen mit „Geht so.“ Der „Engel des Glanzes“ sagt mir: Gott möchte mehr aus deinem Leben machen als ein „Geht so“. Gott beschenkt dich mit Licht und Frieden, mit Nähe, Liebe und Geborgenheit. Nimm dir Zeit, dich seinem Glanz auszusetzen. - Das sind glänzende Aussichten im November!
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