Den ZAHN ziehen !

Ich sag's gleich am Anfang: Ich bin mit meinem Zahnarzt zufrieden. - Aber darum geht's nicht. Im Inforadio RBB24 hörte ich eine interessante - und gleichzeitig erschreckende - Meldung: "Eine Initiative von Zahnärzten fordert Unterstützung vom Bundesgesundheitsministerium". Warum? Was ist passiert? Das Versorgungswerk der Berliner Zahnärztekammer (VZB) ist für die Altersversorgung von ca. 10.000 Zahnäzte in Berlin und Bremen zuständig. Für die Absicherung im Alter wird Geld in Aktien angelegt. Ab 2018 spekulierten die Verantwortlichen mit riskanten Aktien. Das heißt: Sie wollten möglichst viel Rendite erzielen. Aber wie das mit »riskanten« Fonds so ist - man kann gewinnen oder verlieren. Offensichtlich hat das Versorgungswerk verloren; sie rechnen mit einem Verlust in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Das teilte Thomas Schieritz, Vorsitzendee des Verwaltungsausschusses des VZB, mit. Nun wollen sie Ersatz vom Staat. Interessant. Frage: Würden sie dem Staat Geld schenken, wenn die Rendite höher ist als erwartet? Oder gilt auch hier die Erkenntnis, die in und nach der Finanzkrise 2008 immer wieder zitiert wurde: »Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.« Anders ausgedrückt: »Was ich gewinnen kann (egal wie), gehört mir; erleide ich Verluste, müssen andere dafür aufkommen.« Diesen Zahn - wir machen den Staat verantwortlich für unsere privaten Verluste - diesen Zahn müssen sich, meine ich, die Zahnärzte ziehen lassen. - Wer sich für weitere Infos interessiert, bitte HIER nachlesen.

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